Rückgabe-, Erstattungs- und Umtauschrichtlinie

Stand: August 2026

Diese Richtlinie beschreibt die Abläufe für Rückgaben, Erstattungen und gewünschte Artikelwechsel bei Bestellungen über diese Website. Sie ergänzt die Widerrufsbelehrung und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Für Verbraucher gelten unabhängig von dieser Richtlinie die zwingenden Rechte nach dem anwendbaren Verbraucherrecht. Freiwillige Rückgabemöglichkeiten dürfen das gesetzliche Widerrufsrecht und die gesetzlichen Mängelrechte nicht einschränken.

1. Gesetzliches Widerrufsrecht

Verbraucher im Sinne des § 13 BGB haben bei einem Fernabsatzvertrag grundsätzlich das Recht, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen.

1.1 Beginn der Widerrufsfrist

Bei einer Bestellung über eine einzelne Ware beginnt die Frist an dem Tag, an dem der Verbraucher oder eine von ihm benannte Person, die nicht der Beförderer ist, die Ware erhalten hat.

Für Bestellungen mit mehreren Lieferungen gelten besondere Berechnungsregeln:

  • Werden mehrere gemeinsam bestellte Waren getrennt geliefert, beginnt die Frist mit Erhalt der letzten Ware.

  • Kommt eine Ware in mehreren Teilsendungen oder Stücken an, ist der Eingang der letzten Teilsendung beziehungsweise des letzten Stücks maßgeblich.

  • Bei einer regelmäßigen Warenlieferung über einen festgelegten Zeitraum beginnt die Frist mit Erhalt der ersten Ware.

Fällt das Ende der Frist auf einen Samstag, Sonntag oder einen am maßgeblichen Ort anerkannten Feiertag, kann sich das Fristende nach den anwendbaren gesetzlichen Regeln auf den folgenden Werktag verschieben.

1.2 Erklärung des Widerrufs

Der Entschluss zum Widerruf muss durch eine eindeutige Erklärung mitgeteilt werden. Eine Begründung ist nicht erforderlich.

Die Erklärung kann beispielsweise per E-Mail oder Brief erfolgen:

Enqorvian
702 S Kentucky St
Danville, IN 46122
US

E-Mail: sav@enqorvian.com
Telefon: +1 (317) 358-7668

Für die Einhaltung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung der Widerrufserklärung. Die alleinige Rücksendung oder Verweigerung der Paketannahme lässt nicht in jedem Fall eindeutig erkennen, dass der Vertrag widerrufen werden soll.

Das auf der Seite Widerrufsbelehrung bereitgestellte Musterformular kann verwendet werden, ist aber nicht vorgeschrieben.

2. Rücksendefrist nach einem Widerruf

Nach Erklärung des Widerrufs ist die Ware unverzüglich und spätestens innerhalb von 14 Tagen zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist eingehalten, wenn das Paket vor Ablauf der 14 Tage an den vorgesehenen Beförderer übergeben wird.

Die allgemeine Kontaktanschrift ist nicht automatisch die Rücksendeanschrift für jede Bestellung. Vor dem Versand sollte daher die bestellbezogene Rücksendeanweisung angefordert werden.

Eine vorherige Kontaktaufnahme hilft insbesondere dabei:

  • die Bestellung eindeutig zuzuordnen,

  • die passende Rücksendeanschrift mitzuteilen,

  • ein verfügbares Rücksendeetikett bereitzustellen,

  • besondere Vorgaben für große oder empfindliche Artikel zu klären.

Das gesetzliche Widerrufsrecht hängt nicht davon ab, dass ein bestimmtes Kundenserviceformular verwendet wird.

3. Kosten einer Rücksendung nach Widerruf

Bei einer Rückgabe innerhalb des gesetzlichen 14-tägigen Widerrufsrechts übernimmt Enqorvian die unmittelbaren Kosten des vorgesehenen Standard-Rückversands.

Dafür kann ein vorausbezahltes Rücksendeetikett bereitgestellt werden. Wird dieses Etikett verwendet, muss der Verbraucher das reguläre Rückporto nicht vorstrecken.

Zu beachten ist:

  • Das Etikett sollte nur für die dazugehörige Bestellung und die bezeichneten Artikel genutzt werden.

  • Eine selbst gewählte teurere Versandart kann zu zusätzlichen Kosten führen, die nicht übernommen werden müssen.

  • Unfreie oder ohne Abstimmung versendete Pakete können von Beförderern abgelehnt werden.

  • Die Rücksendung sollte nach Möglichkeit mit einem Versandnachweis dokumentiert werden.

Diese Kostenregel betrifft Rückgaben im Rahmen des gesetzlichen Widerrufs. Bei mangelhaften oder falsch gelieferten Waren gelten zusätzlich die gesetzlichen Mängelrechte.

4. Rückgabe großer oder nicht paketfähiger Waren

Für Waren, die wegen ihrer Beschaffenheit nicht gewöhnlich per Paket zurückgesandt werden können, kann eine unentgeltliche Abholung organisiert werden.

Vor einer Abholung können Angaben erforderlich sein zu:

  • Abholanschrift und Erreichbarkeit

  • Größe und Zustand des Artikels

  • vorhandener oder benötigter Transportverpackung

  • möglichen Zugangsbedingungen am Abholort

  • einem geeigneten Abholzeitraum

Ein Abholtermin hängt von der Verfügbarkeit des eingesetzten Transportdienstes ab. Die Ware sollte bis zur Übergabe in einem transportfähigen Zustand aufbewahrt werden, soweit dies nach ihrer Art möglich und zumutbar ist.

5. Zustand und Prüfung der Ware

Verbraucher dürfen die Ware so prüfen, wie dies zur Feststellung ihrer Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise erforderlich ist. Eine Prüfung darf grundsätzlich in einem Umfang erfolgen, der auch in einem Ladengeschäft möglich wäre.

Eine Rückgabe wird nicht allein deshalb ausgeschlossen, weil:

  • die Versandverpackung geöffnet wurde,

  • die Ware für eine erforderliche Funktionsprüfung ausgepackt wurde,

  • geringfügige Prüfungsspuren entstanden sind,

  • die Originalverpackung nicht mehr vollständig vorhanden ist.

Die Ware sollte dennoch sorgfältig behandelt und für den Rücktransport angemessen geschützt werden. Vorhandenes Zubehör, Anleitungen und mitgelieferte Bestandteile sollten beigefügt werden, wenn sie zur Bestellung gehören.

6. Wertersatz bei weitergehender Nutzung

Ein Wertersatz kann in Betracht kommen, wenn die Ware über die notwendige Prüfung hinaus benutzt wurde und gerade dadurch ein Wertverlust entstanden ist.

Das kann abhängig von der Produktart beispielsweise der Fall sein, wenn:

  • deutliche Gebrauchsspuren durch eine längere Nutzung entstanden sind,

  • der Artikel beschädigt, verändert oder erheblich verschmutzt wurde,

  • fest verbundene Teile entfernt oder nicht vollständig zurückgegeben werden,

  • eine Installation über die bloße Funktionsprüfung hinausgeht,

  • die Ware in einer Weise verwendet wurde, die eine erneute Vermarktung erheblich beeinträchtigt.

Ein Abzug darf sich nur auf einen tatsächlich entstandenen Wertverlust beziehen. Er darf nicht pauschal allein wegen geöffneter Verpackung oder einer zulässigen Prüfung vorgenommen werden.

Voraussetzung eines gesetzlichen Wertersatzanspruchs ist außerdem, dass der Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht informiert wurde.

7. Gesetzliche Ausnahmen vom Widerrufsrecht

Das gesetzliche Widerrufsrecht besteht nicht bei jeder Warenart. Eine Ausnahme kann insbesondere gelten für:

  • nicht vorgefertigte Waren, deren Herstellung von einer individuellen Auswahl oder Bestimmung des Verbrauchers abhängt,

  • Produkte, die eindeutig auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten wurden,

  • schnell verderbliche Waren oder Artikel mit kurzfristigem Verfallsdatum,

  • versiegelte Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde,

  • Waren, die nach der Lieferung aufgrund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gegenständen vermischt wurden,

  • versiegelte Ton- oder Videoaufnahmen sowie versiegelte Software, wenn die Versiegelung entfernt wurde.

Eine Ausnahme wird nur angewendet, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen im konkreten Fall erfüllt sind. Soweit ein Produkt betroffen ist, sollte dies vor dem verbindlichen Absenden der Bestellung klar erkennbar sein.

8. Artikel mit Beschädigungen oder Veränderungen

Eine vom Kunden verursachte Beschädigung beseitigt das gesetzliche Widerrufsrecht nicht automatisch. Sie kann jedoch zu einem angemessenen Wertersatz führen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Hiervon zu unterscheiden sind freiwillige Rückgaben außerhalb des gesetzlichen Widerrufsrechts. Solche Rückgaben können abgelehnt werden, wenn ein Artikel:

  • erkennbar durch unsachgemäßen Gebrauch beschädigt wurde,

  • starke Verschmutzungen oder nicht übliche Gebrauchsspuren aufweist,

  • nach Kundenvorgaben verändert wurde,

  • fest eingebaut oder baulich angepasst wurde,

  • unvollständig zurückgesandt wird und wesentliche Bestandteile fehlen.

Gesetzliche Rechte wegen eines bereits bei Übergabe vorhandenen Mangels bleiben davon unberührt.

9. Rückgabeanfrage einreichen

Eine Rückgabeanfrage kann über sav@enqorvian.com, die Kontaktseite oder das Hilfecenter eingereicht werden.

Für die Zuordnung sind folgende Angaben hilfreich:

  • Bestellnummer

  • vollständiger Name der bestellenden Person

  • bei der Bestellung verwendete E-Mail-Adresse

  • Bezeichnung und Menge der zurückzugebenden Artikel

  • Mitteilung, ob es sich um Widerruf, Mangel, Beschädigung oder Falschlieferung handelt

  • bei einem erkennbaren Problem geeignete Fotos

Kontakt:

Enqorvian
702 S Kentucky St
Danville, IN 46122
US

E-Mail: sav@enqorvian.com
Telefon: +1 (317) 358-7668

Vollständige Karteninformationen oder Sicherheitscodes werden für eine Rückgabeanfrage nicht benötigt und sollten nicht per E-Mail versendet werden.

10. Rücksendeanweisung

Nach Zuordnung der Bestellung können eine Rücksendeanschrift, ein vorausbezahltes Etikett oder Hinweise zu einer möglichen Abholung mitgeteilt werden.

Das Paket sollte:

  • möglichst transportsicher verpackt werden,

  • nur die zur Rückgabe angemeldeten Artikel enthalten,

  • mit dem bereitgestellten Etikett gekennzeichnet werden,

  • nach Möglichkeit zusammen mit einem Einlieferungsnachweis aufgegeben werden.

Die Ware sollte nicht ohne vorherige Rücksendeanweisung an die allgemeine Kontaktanschrift in Danville gesendet werden. Diese Anschrift dient nicht zwingend als Warenlager oder Rücknahmestelle.

11. Beschädigte Ware

Wird eine Ware beschädigt geliefert, sollte der Zustand möglichst zeitnah dokumentiert und gemeldet werden. Eine schnelle Mitteilung kann die Prüfung gegenüber dem Beförderer erleichtern, ist für Verbraucher jedoch keine Voraussetzung für das Bestehen gesetzlicher Mängelrechte.

Hilfreich sind Fotos von:

  • der äußeren Versandverpackung,

  • dem Versandetikett,

  • der Innenverpackung,

  • der beschädigten Stelle,

  • dem vollständigen Artikel und mitgelieferten Zubehör.

Verpackungsmaterial sollte bis zur ersten Klärung aufbewahrt werden, soweit dies zumutbar ist.

Je nach Sachlage können gesetzliche Ansprüche auf Nacherfüllung, Minderung, Rücktritt oder Schadensersatz bestehen. Die konkrete Rechtsfolge richtet sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.

12. Falsche oder unvollständige Lieferung

Stimmt der Inhalt des Pakets nicht mit der Bestellung überein, kann eine Meldung an den Kundenservice erfolgen. Dies betrifft insbesondere:

  • einen anderen Artikel als bestellt,

  • eine falsche Variante oder Größe,

  • eine abweichende Stückzahl,

  • fehlende Bestandteile oder Zubehörteile,

  • ein Paket, das einer anderen Bestellung zugeordnet ist.

Der falsch gelieferte Artikel sollte nicht verwendet oder eigenständig an eine auf dem Paket erkennbare Adresse zurückgesandt werden. Nach Prüfung können geeignete Rücksende- oder Nachlieferungsschritte mitgeteilt werden.

Zusätzliche Versandkosten für die gesetzlich geschuldete Nacherfüllung trägt Enqorvian nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften.

13. Gesetzliche Nacherfüllung bei Mängeln

Bei einer mangelhaften Ware können Verbraucher grundsätzlich zwischen Nachbesserung und Ersatzlieferung wählen. Die gewählte Art kann nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen verweigert werden, beispielsweise wenn sie unmöglich oder mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist.

Die Nacherfüllung muss innerhalb einer angemessenen Frist und ohne erhebliche Unannehmlichkeiten erfolgen. Art der Ware und Zweck, für den sie benötigt wird, sind dabei zu berücksichtigen.

Scheitert die Nacherfüllung oder liegen andere gesetzliche Voraussetzungen vor, können insbesondere folgende Rechte bestehen:

  • Herabsetzung des Kaufpreises

  • Rücktritt vom Kaufvertrag

  • Schadensersatz

  • Ersatz vergeblicher Aufwendungen

Diese Ansprüche sind vom freiwilligen Umtausch und vom gesetzlichen Widerruf zu unterscheiden.

14. Rückzahlung nach einem Widerruf

Nach einem wirksamen Widerruf werden die erhaltenen Zahlungen einschließlich der Kosten der günstigsten angebotenen Standardlieferung nach den gesetzlichen Vorgaben zurückerstattet.

Nicht erfasst sind zusätzliche Kosten, die durch die Auswahl einer teureren Versandart als der angebotenen Standardlieferung entstanden sind.

Die Rückzahlung wird spätestens innerhalb von 14 Tagen ab Eingang der Widerrufserklärung veranlasst. Bei Warenkäufen kann sie zurückgehalten werden, bis:

  • die zurückgesandte Ware eingegangen ist oder

  • der Verbraucher einen geeigneten Nachweis über die Absendung vorgelegt hat.

Maßgeblich ist das frühere Ereignis. Diese Zurückbehaltung gilt nicht, wenn eine Abholung angeboten wurde.

15. Rückzahlung bei einer Reklamation

Bei einer Rückerstattung aufgrund eines Mangels, einer Falschlieferung oder eines anderen anerkannten Rückgabegrundes wird zunächst der betroffene Erstattungsbetrag festgestellt.

Abhängig vom Vorgang kann dieser umfassen:

  • den Kaufpreis des betroffenen Artikels,

  • anwendbare ursprüngliche Versandkosten,

  • notwendige Rücksendekosten,

  • weitere Beträge, soweit ihre Erstattung gesetzlich vorgesehen ist.

Die Rückzahlung erfolgt grundsätzlich über das ursprünglich eingesetzte Zahlungsmittel. Eine andere Methode kann ausdrücklich vereinbart werden, wenn dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen.

16. Bearbeitungs- und Banklaufzeiten

Nachdem die Voraussetzungen für eine Rückzahlung geprüft wurden, kann die interne Erstattungsanweisung gewöhnlich innerhalb von 1 bis 3 Werktagen vorbereitet werden. Gesetzliche Erstattungsfristen bleiben davon unberührt.

Nach der Übermittlung an den Zahlungsdienst hängt die sichtbare Gutschrift von den Abläufen der kartenausgebenden Stelle ab. Häufig sind hierfür ungefähr 10 bis 15 Werktage erforderlich.

Dieser Zeitraum ist ein Erfahrungswert und keine garantierte Banklaufzeit. Kartenabrechnungszyklen, Wochenenden, Feiertage oder zusätzliche Prüfungen können die Verbuchung beeinflussen.

17. Abzüge vom Erstattungsbetrag

Ein Abzug kann nur erfolgen, wenn hierfür eine gesetzliche oder wirksam vereinbarte Grundlage besteht.

In Betracht kommen beispielsweise:

  • ein nachweisbarer Wertverlust durch einen Umgang, der über die notwendige Warenprüfung hinausgeht,

  • nicht erstattungsfähige Mehrkosten einer ausdrücklich ausgewählten Premium-Zustellung,

  • vom Kunden verursachte zusätzliche Versandkosten, soweit deren Berücksichtigung rechtlich zulässig ist,

  • fehlende wesentliche Bestandteile, wenn dadurch ein tatsächlicher Wertverlust entstanden ist.

Ein pauschaler Abzug allein wegen einer geöffneten Verpackung, einer zulässigen Prüfung oder der Ausübung gesetzlicher Rechte ist nicht vorgesehen.

18. Umtausch

Ein unmittelbarer Umtausch gegen eine andere Größe, Farbe oder Ausführung wird derzeit grundsätzlich nicht als eigenständiger Standardprozess angeboten. Bestände können sich zwischen Rücksendung und gewünschter Ersatzbestellung verändern.

Für einen gewünschten Artikelwechsel ist daher gewöhnlich folgender Ablauf vorgesehen:

  • Rückgabe des nicht gewünschten Artikels nach dem anwendbaren Verfahren

  • Prüfung und Rückerstattung des zurückgesandten Artikels

  • Aufgabe einer neuen Bestellung für die gewünschte Variante

Der neue Artikel wird zu dem Preis und den Bedingungen bestellt, die im Zeitpunkt der neuen Bestellung angezeigt werden. Eine Reservierung während des Rückgabevorgangs ist nicht vorgesehen.

Bei einer mangelhaften oder falsch gelieferten Ware handelt es sich nicht um einen freiwilligen Umtausch. In diesem Fall können gesetzliche Rechte auf Nacherfüllung bestehen.

19. Verweigerte Annahme

Die bloße Verweigerung der Paketannahme ersetzt nicht in jedem Fall eine eindeutige Widerrufserklärung. Wer den Vertrag widerrufen möchte, sollte dies zusätzlich per E-Mail oder Brief erklären.

Wird ein Paket ohne Widerruf oder nachvollziehbaren Grund nicht angenommen, können die tatsächlich entstandenen Rücksendekosten nur dann berücksichtigt werden, wenn:

  • der Kunde die erfolglose Zustellung zu vertreten hat,

  • die Kosten notwendig und nachweisbar sind,

  • ihre Anrechnung gesetzlich zulässig ist,

  • keine zwingenden Verbraucherrechte entgegenstehen.

Bei einer berechtigten Annahmeverweigerung, etwa wegen einer erkennbar erheblich beschädigten Sendung, gelten diese Grundsätze nicht ohne Weiteres.

20. Falsche oder unvollständige Lieferanschrift

Vor dem Absenden einer Bestellung sollte die Lieferanschrift sorgfältig geprüft werden. Fehlende Hausnummern, unzutreffende Postleitzahlen oder nicht unterstützte Abholstellen können zu einer Rücksendung führen.

Kann eine Anschrift vor dem Versand noch korrigiert werden, sollte die Änderung möglichst früh angefragt werden. Nach Übergabe an den Beförderer ist eine Anpassung möglicherweise nicht mehr möglich.

Entstehen aufgrund einer vom Kunden zu vertretenden falschen Anschrift zusätzliche Kosten, können diese im rechtlich zulässigen Umfang berücksichtigt werden. Eine pauschale Belastung ohne tatsächlich entstandene Aufwendungen ist nicht vorgesehen.

21. Verlust einer Rücksendung

Für Rücksendungen sollte das bereitgestellte Versandetikett verwendet und der Einlieferungsnachweis aufbewahrt werden. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wann und an welchen Beförderer das Paket übergeben wurde.

Bei einem gesetzlichen Widerruf trägt Enqorvian das Risiko der Rücksendung nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften. Der Verbraucher muss die Ware dennoch ordnungsgemäß verpacken und an den vorgesehenen Versanddienst übergeben.

Wird ohne Abstimmung eine andere Versandart oder eine falsche Rücksendeanschrift verwendet, kann die Nachverfolgung erschwert werden.

22. Verhältnis zu freiwilligen Rückgaberegeln

Freiwillige Rückgabemöglichkeiten können über das gesetzliche Widerrufsrecht hinaus angeboten werden. Soweit dies geschieht, gelten die auf der Website angegebenen zusätzlichen Bedingungen.

Eine freiwillige Regelung kann insbesondere Anforderungen enthalten zu:

  • Rückgabefristen außerhalb der gesetzlichen 14 Tage,

  • Zustand und Vollständigkeit der Ware,

  • zulässigen Produktgruppen,

  • Rücksendeart und Rücksendekosten.

Solche Bedingungen verändern nicht das gesetzliche Widerrufsrecht innerhalb seiner Geltungsdauer und beschränken keine gesetzlichen Ansprüche wegen Mängeln.

23. Gesetzliche Rechte

Diese Richtlinie lässt zwingende Verbraucherrechte unberührt. Dazu gehören insbesondere:

  • das gesetzliche Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen,

  • Ansprüche wegen mangelhafter oder falsch gelieferter Waren,

  • Rechte auf Nacherfüllung, Minderung oder Rücktritt,

  • gegebenenfalls bestehende Schadensersatzansprüche,

  • weitere Schutzrechte nach dem anwendbaren Verbraucherrecht.

Bei einem Widerspruch zwischen dieser Richtlinie und einer zwingenden gesetzlichen Vorschrift ist die gesetzliche Regelung maßgeblich.

24. Kontakt für Rückgaben und Erstattungen

Anfragen zu Rückgaben, Erstattungen, beschädigten Waren oder falsch gelieferten Artikeln können an folgende Kontaktdaten gerichtet werden:

Enqorvian
702 S Kentucky St
Danville, IN 46122
US

E-Mail: sav@enqorvian.com
Telefon: +1 (317) 358-7668

Zur Zuordnung sollten Bestellnummer, Name, betroffener Artikel und eine kurze Beschreibung des Anliegens angegeben werden.